Mit großem Kampfgeist zum fünften Platz beim IRONMAN Hamburg

Nur vier Wochen nach ihrem sensationellen Sieg beim DATEV Challenge Roth zeigte Daniela Sämmler großen Kampfgeist und beendete den IRONMAN Hamburg trotz massiver Magen-Darm-Probleme auf dem 5. Platz im Profifeld der Damen.

„Wenn aus dem Ziel, ein Rennen gewinnen zu wollen, innerhalb kurzer Zeit der Gedanke wird, einfach nur noch irgendwie anzukommen, sagt das eigentlich alles über meine momentane Verfassung“ so eine enttäuschte Daniela Sämmler am Sonntagnachmittag nach dem Rennen.

„Übelkeit und Magen-Darm-Probleme haben es mir heute leider nicht möglich gemacht, in der entscheidenden Phase des Rennens weiter zu kämpfen. Für mich wurde es am Ende ein langer Spaziergang. Ein großer Dank geht an mein Team und an jeden Einzelnen da draußen für die aufmunternden Worte und an alle, die mit mir gelitten haben.“

Doch zunächst lief alles auf den erwarteten Zweikampf zwischen den beiden Top-Favoritinnen Sarah Crowley und Daniela Sämmler hinaus. Aufgrund von einer zu hohen Blaualgen-Konzentration fiel das Schwimmen in der Alster aus. Stattdessen absolvierten die Athleten als erste Disziplin einen sechs Kilometer langen Lauf.

„Die Bedingungen sind für alle gleich. Ich bin zwar auch noch nie 50 Kilometer im Rahmen einer Langdistanz gelaufen, aber die Gesundheit aller Teilnehmer geht vor.“

Wie erwartet, lieferten sich die Australierin Sarah Crowley und die Titelverteidigerin Daniela Sämmler ein heißes Rennen bei dem ersten Lauf und vor allem auf dem Radkurs. Bei sommerlichen Temperaturen von rund 24 Grad konnte Daniela auf dem 178 Kilometer langen und sehr schnellen Radkurs einen Vorsprung von 2:19 Minuten heraus holen.

Die 180 Kilometer absolvierte Daniela in einer Klasse-Zeit von 4:32h. Doch lief es nur scheinbar nach Plan, schon auf dem Rad wurden die Magen-Darm-Probleme immer schlimmer. Daniela lief den Marathon von der Spitze weg, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen.

„Ich habe mich auf dem Rad schon nicht gut gefühlt, da wollte ich deutlich aggressiver fahren. Ich habe nicht aufgegeben, obwohl es immer schlimmer wurde.“  Sarah Crowley zeigte an diesem Tag eine solide Laufperformance und hatte Danielas Vorsprung nach der Hälfte des Rennens aufgeholt.

Schließlich musste Daniela gehen und so zog auch noch die bis dahin drittplatzierte Katharina Grohmann, später auch noch die Dänin Maja Stage Nielsen an Daniela vorbei. Auch durch den Zuspruch von ihrem Trainer Björn Geesmann, Lebensgefährten Moritz Bleymehl, ihrer Schwester Milena, Sohn Marlon und die Unterstützung der vielen Zuschauern an der Strecke zeigte Daniela Kampfgeist und beendete das Rennen.

„Die letzten zehn Kilometer konnte ich nur noch gehen und keine Nahrung mehr zu mir nehmen. Die Akkus waren einfach leer. Na klar bin ich enttäuscht über meine Leistung, auf der anderen Seite aber auch froh, das Rennen noch beendet zu haben.“ so Daniela nach einem harten IRONMAN Tag. Immerhin belegte Daniela noch den 2. Rang bei den Deutschen Meisterschaften, die im Rahmen des IRONMAN Hamburg ausgetragen wurden.

Jetzt stehen erst einmal zwei Wochen Urlaub ganz ohne Triathlon, dafür aber mit der Familie auf dem Programm. „Ich werde die Zeit nutzen, mir Gedanken über den weiteren Saisonverlauf machen, aber an erster Stelle steht jetzt erst einmal Erholung und die Familie.“

Bilder: Ingo Kutsche

Presse-Mitteilung soq.media