Zwei Mal Platz zwei für Daniela Sämmler innerhalb einer Woche

Platz zwei bei der Challenge Walchsee mit verkürzter Strecke

Der Winter schickte seine ersten Vorboten in diesem Jahr in die Berge und so mussten auch die Teilnehmer an der Challenge Walchsee im Kaiserwinkl mit Temperaturen im knapp einstelligen Bereich kämpfen. Erbarmen zeigten die Veranstalter und verkürzten sowohl die Schwimm- als auch die Radstrecke. Angesichts des technisch anspruchsvollen Radkurses spielte gerade die verkürzte Radstrecke nicht in Danielas Karten. Doch an diesem 3. September galt die oberste Priorität der Gesundheit der Athleten.

„Ich bin auf der ohnehin schon verkürzten Strecke zum Teil einhändig gefahren, um mit dem warmen Atem die Hände zu erwärmen“ berichtet Daniela. „Insofern war die Entscheidung der Wettkampfleitung, Strecke heraus zu nehmen, genau richtig“ führt sie weiter aus. Trotz der widrigen Witterung gelang es Daniela auf dem technisch anspruchsvollen Radkurs die Führungsposition zu übernehmen, die sie allerdings auf der Laufstrecke noch einmal abgeben musste. Die Britin Laura Siddall, die ihrerseits übrigens in diesem Jahr schon den IRONMAN Australien gewinnen und beim IRONMAN Neuseeland sowie der Challenge Roth den zweiten Platz erreichen konnte, legte schlichtweg eine Klasse-Laufperformance an den Tag und konnte das Rennen schließlich in 3:45:21h gewinnen.

Mit dem zweiten Platz (3:48:36h) zeigte sich Daniela trotzdem zufrieden: „Mehr war bei diesen Bedingungen für mich an dem Tag einfach nicht drin. Es ist immer schwer, die Führung wieder abzugeben und nicht zu gewinnen, wenn der Sieg schon gefühlt zum Greifen nah ist. Aber das Rennen im Kaiserwinkl hat gezeigt, dass ich mich von meinem Sieg beim IRONMAN Hamburg sehr gut erholt habe und ich für meine weiteren Ziele in der zweiten Saisonhälfte bestens gerüstet bin.“

Vize-Champion beim Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen

Nur eine Woche nach der Challenge Walchsee ging es für Daniela Sämmler von den Bergen an die Ostsee und es sollte beim IRONMAN 70.3 auf Rügen ein weiterer Beutezug werden.

Selbstvertrauen ist eine Attitüde, die sich mit einer TopVorbereitung und den diesjährigen Erfolgen bei Daniela verfestigt hat und so machte sie auch auf der Pressekonferenz auf der Strandbühne bei strömenden Regen und mäßigen Temperaturen keinen Hehl daraus, dass sie die Absagen namhafter Kolleginnen für den Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen bedauerte.

Mit Anja Beranek kam auf dem Papier die größte Konkurrentin ebenfalls aus Deutschland. Daniela war rechtzeitig vor dem Rennen auf die Ostseeinsel gereist, um sich bestmöglich auf den Renntag vorzubereiten. Auch wenn das Wetter sich in den Tagen vor dem Startschuss einmal mehr von einer wenig erquicklichen Seite zeigte, weder von diesem noch von dem Rummel um die eigene Person ließ sich Daniela beeinflussen.

Die komplette Spannung galt dem Sonntagmorgen, 10. September 10:05 Uhr und dieser zeigte sich im Laufe des Renntages wettertechnisch von seiner besten Seite. Bei kühlen Wassertemperaturen um die 17 Grad wurden die Athleten in die Ostsee geschickt. Das Ostseebad Binz bietet eine einmalige Kulisse für den Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen und vor dieser absolvierten die Athleten den 1,9 Km langen und attraktiven Schwimmkurs.

Mit einem Rückstand von rund zwei Minuten auf Anja Beranek kam Daniela aus dem Wasse, legte auf dem Rad einen echten Parforceritt hin und verringerte den Abstand beim zweiten Wechsel vom Rad- auf die Laufstrecke um eine Minute. Ihre Radzeit verbesserte Daniela im Vergleich zum letzten Jahr übrigens um satte acht Minuten. Daniela ließ also zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen, dass sie auf Rügen einen weiteren Titel holen wollte.

Doch am Ende der 21,1 Kilometer musste sich Daniela der starken Konkurrentin aus dem eigenen Land geschlagen und sich auf Rügen mit den zweiten Platz zufrieden geben.

„Anja hat von Beginn an eine außerordentlich starke Laufleistung gezeigt. Natürlich möchte ich gewinnen, wenn ich an den Start gehe, aber heute muss ich einfach die Leistung von Anja neidlos anerkennen. Angesichts meines Rennprogramms in den letzten Wochen bin ich allerdings sowohl mit meiner Leistung als auch mit meiner Platzierung glücklich. Jetzt konzentriere ich mich auf mein letztes Rennen in diesem Jahr, den IRONMAN Barcelona am 30. September“, so Daniela Sämmler im Ziel.

Die Koffer werden also schon bald wieder gepackt, um in Barcelona an Danielas Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben.

Presse-Mitteilung Daniela Sämmler / soq.media